 Trauerumwandlung und Abschied nehmen
So sicher wie das Amen in der Kirche ist uns der Tod.
Ich betrachte ihn als Geburt auf der unsichtbaren Seite. Wir legen unseren physischen Leib ab und existieren weiterhin in einer anderen Form. Laden wir den Tod als Freund ein, er ist sowieso unser ständiger Begleiter, vom ersten Atemzug an. Freunde dürfen einander vertrauen.
Sterben und Leben gehören zusammen. Mir ist wichtig, Sterben in unser Bewusstsein zu integrieren und auch in unseren Alltag.
Den ersten Kontakt mit Vorausgegangenen hatte ich völlig unvorbereitet auf einer Familienfeier. Der Tenor der Mitteilungen von jedem war: "Sag ihnen, es geht mir gut". Bei einigen Beerdigungen, denen ich in der letzten Zeit beiwohnte, war ich im Dialog mit den Verstorbenen.
Es gibt keinen endgültigen Tod. "Tod", das ist nur der Übergang von einer Welt in eine unsichtbare. Wir alle haben irgendwie Angst vor dem Unbekannten. Und die, die dabei sind zu sterben, werden durch diesen Umstand dazu gezwungen, sich mit dieser Angst auseinander zu setzen.
- Wer hilft ihnen eigentlich?
- Was ist mit den Angehörigen?
- Was ist mit ihrer Angst vor dem Ereignis?
Wir begleiten unsere Angehörigen auf der anderen Seite. Und zu meinem Erstaunen habe ich festgestellt, das wir damit auch wachsen: von der Trauer zur Lebensfreude.
Wir können Menschen auf dem Weg in eine andere Welt begleiten. Begleiten mit Gebet und begleiten mit Heilengeln; Sterbe- und Heilengel senden, auf den Weg zurück zur Einheit (zu Gott).
Ich bin Claudia W. Grohskurth. Das W. steht für Wilhelmine. Ich habe mich 55 Jahre meines Lebens gegen diesen Namen gewehrt, bis mein verstorbener Großvater zu mir gesagt hat: "Trage den Namen Wilhelmine mit Stolz, so heissen Königinnen." - Tja, und wer möchte nicht voller Stolz wie eine Königin fühlen?
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